Spaghetti mit Butter-Zitronen-Soße und frittiertem Salbei

Spaghetti mit Salbei-Butter-Zitronen-Soße
Spaghetti mit Salbei-Butter-Zitronen-Soße

Hallo Freunde des guten Geschmacks,

es ist mir fast ein wenig peinlich, aber ich muss es heute zugeben. Vor ein paar Wochen war meine ganz persönliche Salbei Premiere! Warum meine Begegnung mit der Gewürzpflanze 33 Jahre auf sich warten lies, kann ich Euch gar nicht erklären. Das würde Euch wahrscheinlich sowieso nicht interessieren. Wichtig ist nur, ich liebe Salbei.

Salbei ist schon ein interessantes Kraut. Roh schmeckt er widerlich. Auch die Konsistenz ist grausam. Salbei ist ein wenig, wie diese typische Bibliothekarin Figur aus Filmen. Keiner interessiert sich für sie, bis sie ihren Zopf und den obersten Knopf der Bluse öffnet. Salbei öffnet Zopf und Knopf, wenn man ihn in heißes Öl gibt. Dann wird er wunderbar knusprig und strahlt sein unverwechselbares Aroma aus.

Heute möchte ich Euch mein erstes Rezept vorstellen, in dem Salbei die Hauptrolle spielt. Gemeinsam mit Butter, Zitrone, Sahne und Parmesan kommt in diesem Pastagericht frittierter Salbei zum Einsatz. Durch das Frittieren wird der Salbei mega knusprig und verhält sich von Haptik und Textur genau wie Chips. Ein Wahnsinns Zeug.

Für die Zubereitung ist ein wenig Multitasking nötig. Während die Pasta gart, wird die Soße zubereitet. Achtet beim Kochen darauf, dass nach dem Frittieren des Salbeis die Pfanne nicht mehr so heiß ist. Der Knoblauch sollte nämlich nicht braun werden. Braun geratener Knoblauch schmeckt leicht bitter. Bei manchen Rezepten ist das gewollt. Hier und heute aber nicht.

Habt Ihr Salbei noch nie probiert? Oder vielleicht sogar schlechte Erfahrungen mit dem Kraut gemacht? Probiert mein Rezept doch mal aus. Ich wette, ich kann Euch zu Fans bekehren.

  • Etwa 20 Minuten
  • Für 2 Personen
  • Einfach
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Zutaten:

  • 200 g Spaghetti
  • 10 g frische Salbeiblätter
  • 2 Knoblauchzehe ca. 12 g
  • Schale und Saft einer halben Biozitrone
  • 20 g Parmesan
  • 200 g Sahne
  • 30 g Butter
  • 4 El Olivenöl
  • Salz
  • Pfeffer

So geht’s:

  1. Als erstes die Salbeiblätter vom Zweig zupfen und den Knoblauch schälen. Dann einen Topf mit ausreichend Wasser für die Nudeln aufsetzten. Sobald das Wasser kocht, gut salzen und die Pasta hineingeben. Die Pasta braucht etwa 9 Minuten. In dieser Zeit wird die Soße zubereitet.
  2. Während wir darauf warten, dass das Nudelwasser kocht, eine Pfanne bei leicht hoher Hitze (zwischen 170 – 180 Grad) auf den Herd stellen. Sobald die Pfanne heiß ist, etwa 4 El Olivenöl in die Pfanne geben. Der Pfannenboden sollte überall mit Olivenöl bedeckt sein. Dann die Salbeiblätter ins Öl geben und 5 Minuten frittieren. Nach der Hälfte der Zeit, die Salbeiblätter wenden. Anschließend die Salbeiblätter auf Küchenpapier geben. Das Küchenpapier saugt überschüssiges Fett auf. Dadurch wird der Salbei noch knuspriger.
  3. Im Anschluss die Hitze auf mittlere Stufe reduzieren und Butter in der Pfanne zerlassen. Sobald die Butter flüssig ist, den Knoblauch durch eine Knoblauchpresse jagen und in die Pfanne geben. Darauf achten, dass die Pfanne keine starke Hitze mehr hat. Der Knoblauch darf nicht braun werden.
  4. Dann noch schnell mit einem Zestenreißer die Schale einer halben Zitrone abziehen und die Zitronenzesten ebenfalls in die Pfanne geben. Das Ganze 30 Sekunden andünsten und anschließend alles mit dem Saft einer halben Zitrone ablöschen.
  5. Jetzt alles mit der Sahne auffüllen. Dann mit den Händen den Salbei zerbröseln und mit geriebenem Parmesan, Salz und Pfeffer zur Soße geben. Dabei ein wenig von dem Salbei und dem Parmesan für die Garnierung beiseitelegen. Jetzt die Soße umrühren und einmal aufkochen lassen. Danach die Hitze reduzieren und warten, bis die Nudeln gar sind.
  6. Sind die Nudeln al dente, die Spaghetti mit einer Küchenzange direkt aus dem kochenden Nudelwasser heraus, in die Pfanne zur Soße geben. Dann Soße und Nudeln ordentlich miteinander vermischen. Danach kann auch schon serviert werden. Die Nudeln auf Teller verteilen und mit dem übrigen Salbei und Parmesan garnieren. Fertig.

4 Leute schrieben was dazu:

  1. Von Reiske A. W. am 28.08.2018

    Vielen Dank fürs Teilen … Das Salbei-Rezept werde ich heute abend sofort ausprobieren.
    Das wird ein Spaß… Die Bilder sind so klar & deutlich und so lecker anzuschau’n, dass man
    selbst einen Vegetarier »schwach« machen könnte … z.B. mit Spaghetti Bolognese von der Chorizo.

    Ich danke Ihnen für die Anregung — schönen Tag noch.

    Antworten
    • Von Daniel am 28.08.2018

      Hi, immer gerne. Danke Dir für die Blumen. Ich hoffe, die Pasta wird Dir schmecken.

      Antworten
  2. Von Wolf Pracht am 28.08.2018

    Niemals das Olivenöl stärker erhitzen als auf 160 Grad. Es geht dabei leider kaputt.
    Keine Knoblauch-Presse verwenden. Knofel verbrennt zu leicht.
    Parmesan immer nur frisch reiben.
    Mahlzeit 😊😁

    Antworten
    • Von Daniel am 28.08.2018

      Hi, danke für deine Hinweise.
      Viele Native Olivenöle haben einen Rauchpunkt von ca. 180°C. Da kann man ruhig mit arbeiten.
      Man kann sein Öl auch testen, in dem man den Herd aufdreht und schaut, wann eine Rauchentwicklung stattfindet.
      Knoblauch-Pressen kann man ruhig verwenden, wenn man die Hitze herunterreguliert. Der Vorteil, man hat keine großen Knoblauchstücke und spart arbeit, da man sonst mit dem Messer arbeiten müsste, um den Knoblauch fein zu kriegen.
      Parmesan immer frisch reiben, da stimme ich dir voll zu. 10 Minuten vorher als Mise en Place ist aber vollkommen okay.
      Schöne Grüße.

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