Ein Abend mit „The End of the F***ing World“ und English Scones

Februar 2018
The End of the F***ing World - English Scones Rezept
The End of the F***ing World - English Scones Rezept

Hallo Fans der episodischen Unterhaltung,

eigentlich gebe ich nicht viel auf die Meinung anderer. Schon gar nicht, wenn diese eine Serie oder einen Film bewertet. Wie beim Essen gilt halt, alles ist Geschmackssache. Manchmal kommt es dann aber doch vor, dass ich mich dazu hinreisen lasse, zu reagieren. Wenn zum Beispiel eine Serie von allen Himmelsrichtungen aus gelobt wird, dann werfe ich da definitiv mal einen Blick rein. So wie bei der englischen Serie „The End of the F***ing World“. Satte 100%, die volle Punktzahl sozusagen vergaben Hobbykritiker auf Webseiten wie „Rotten Tomatoes“.

Von diesem Erfolg profitieren viele. Angefangen bei dem 28-jährigen amerikanischen Comiczeichner/Autoren Charles S. Forsman, dem britischen Sender Channel 4 und natürlich Netflix. Wie gesagt, wenn so viele sagen, schau dir mal den Baum da an, der ist rot. Dann schaue ich mir diesen Baum an und vergewissere mich, ist er denn auch wirklich rot. Ich habe mir das britische Dramedy angeschaut und präsentiere Euch, wie gewohnt, nicht nur meine Meinung zur Serie, sondern auch den passenden Binge-Watching Snack.

Alles begann mit einem Comic. Ins Leben gerufen von Charles S. Forsman. In England lief die erste Staffel von „The End of the Fucking World“ bei dem Sender Channel 4. International hat sich Netflix ins Spiel gebracht. So kamen wir hierzulande am 05.01.2018 in den Genuss, alle 8 Folgen am Stück schauen zu können. Was mir dabei besonders gefiel, die einzelnen Episoden sind kurz. Zwischen 18 und 22 Minuten dauert eine Folge. Versteht mich nicht falsch, ich habe nichts gegen eine Laufzeit von einer Stunde und mehr. Immerhin habe ich „Bloodline“ mit Begeisterung verfolgt und wer „Bloodline“ kennt, der versteht, was ich damit sagen möchte. Die Serie ist für viele nämlich zäher als ein altes Kaugummi.

Nächste Folge bitte!

Bei „The End of the F***ing World“ schätze ich die Schnelligkeit. Durch die kurze Verweildauer der Episoden entsteht regelrecht Energie. Man sitzt mit großen Augen vor dem Fernseher und sagt sich spätestens nach 20 Minuten, was, schon vorbei? Nächste Folge bitte! Es geht Schlag auf Schlag. Es gibt keine ruhigen Momente, keine Pausenfüller, keine Situation, in der man auch getrost hätte auf sein Smartphone starren können.

Das man seine Aufmerksamkeit nicht abwenden kann oder erst gar nicht möchte, liegt zum größten Teil an der verrückten Story. Auf so etwas habe ich ja schon lange gewartet. Da haben wir auf der einen Seite den verschlossenen James (Alex Lawther), der uns mit seinen Mordgelüsten konfrontiert und auf der anderen Seite die rebellische Alyssa (Jessica Barden), die sich langsam aber sich in James verliebt. Dumm für sie ist nur, dass James in Ihr sein erstes Opfer sieht. Das weiß Alyssa natürlich nicht. Sie ist auch mehr damit beschäftigt, an jeder Ecke für Ärger zu sorgen. Es kommt, wie es wahrscheinlich im wahren Leben nie kommen würde, die beiden hauen ab. Mit Papas Karre geht es Richtung körperlicher und seelischer Freiheit und spätestens, wenn man mal wieder den Gedanken von James lauscht, fragt man sich, wie lange kann das gut gehen.

Bonnie und Clyde …

Dass es anders kommt als man denkt, darf man an dieser Stelle ruhig verraten. Das verzeichne ich persönlich jetzt nicht als Spoiler. Viel spannender ist sowieso die Frage nach der Charaktere-Entwicklung. Die Serie ist ein Roadtrip. James und Alyssa wollen aus ihrem Alltag ausbrechen. Zu Hause werden sie längst nicht mehr gehört. James ist ein Einzelgänger, Halbwaise, kann seinen Vater nicht leiden und lebte seine Mordfantasien bereits als Kind an Tieren aus. Alyssa muss sich hingegen mit ihrem jungen Stiefvater rumschlagen und provoziert dabei ihre Umwelt, wo es nur geht. Auf ihrer Reise durchbrechen sie ihren trostlosen Alltag und erfahren dabei die eine und andere Selbsterkenntnis.

Mich faszinierte von Anfang an die Tatsache, dass ich James mag. Obwohl er ein wahnsinniger Psychopath zu sein scheint. Auch Alyssa gefällt mir, obwohl sie eines dieser Kinder ist, die man am liebsten auf eine Militärschule schicken möchte. Verwunderlich ist das aber nicht wirklich. Immerhin erfährt man durch Rückblicke viele kleine Details über James und Alyssa. Es ist also kein Wunder, das sie so geworden sind, wie sie sind. Man kann die beiden verstehen.

The End of the F***ing World ist eine moderne Version von „Bonnie und Clyde“. Auf Ihrer Reise hinterlassen die beiden eine kleine Schneise der Verwüstung. Kein Wunder, dass James und Alyssa irgendwann auch die Polizei im Nacken sitzen haben. Doch mit Liebe im Herzen und einem fokussierten Blick aufs Ziel lassen die beiden sich nicht so schnell unterkriegen.

Fazit:

Selten bin ich mit Kritikern einer Meinung. The End of the F***ing World schafft da aber Versöhnung. Ich kann der Serie nichts Schlechtes nachreden. Die Story ist großartig, die Schauspieler grandios, der Soundtrack genau nach meinem Geschmack und die visuelle Umsetzung, einfach hervorragend. Das einzige Problem dabei ist, das ich es James und Alyssa am liebsten gleichmachen würde. Einfach in ein Auto setzten und Richtung Süden abhauen. Blöd nur, dass ich keinen Führerschein habe. Egal vergessen wir das und warten einfach auf die zweite Staffel.

Das Rezept für den Binge-Watching Snack:

Scones sind in England ein echter Klassiker. Die Leute verschlingen die kleinen Teile jeden Tag. Meistens zum Tee werden die Scones warm mit Butter, Konfitüre oder Honig serviert.

  • Etwa 20 Minuten
  • Ergibt etwa 11 Scones
  • Einfach
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Zutaten:

  • 500 g Mehl
  • 1 Päckchen Backpulver
  • 110 g weiche Butter
  • 60 g Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 300 ml Milch
  • 1 Tl Vanilleextrakt
  • 1 Glas, ca. 8 cm Durchmesser

So geht’s:

  1. Als Erstes den Backofen auf 200 Grad Ober-/Unterhitze einstellen und ein Backblech mit Backpapier ausstatten.
  2. Das Mehl in eine Schüssel sieben. Backpulver,  Zucker und eine Prise Salz hinzufügen.
  3. Die Butter in kleine Würfel schneiden und zum Mehl in die Schüssel geben. Mit den Fingerspitzen die Butter in das Mehl einarbeiten. Nach und nach verbinden sich die Butter und das Mehl und die Konsistenz wird krümelig, ähnlich wie Brotkrumen.
  4. Sobald diese Konsistenz erreicht ist, in der Mitte vom Mehl-Butter-Gemisch eine Mulde formen/drücken. Dann 300 ml Milch und 1 Tl Vanilleextrakt in die Mulde schütten.
  5. Danach mit einer Gabel das Mehl vom Rand aus mit der Milch verrühren. Sobald ein zäher Teig entsteht, mit den Händen weiterarbeiten. Den Teig so lange bearbeiten/kneten, bis er glatt und nicht mehr klebrig ist. Anschließend den Teig zu einer Kugel formen.
  6. Auf einer bemehlten Arbeitsfläche den Teig auf eine Dicke von etwa 1,5 cm ausrollen. Anschließend mit einem Glas die Scones ausstechen. Den übrigen Teig nochmals kneten und den Vorgang wiederholen.
  7. Die Scones auf ein Backblech geben und auf der mittleren Ebene des Backofens etwa 10 Minuten backen.
  8. Sind die Scones leicht aufgegangen und oben etwas gebräunt, können sie aus dem Backofen geholt werden. Die Scones abkühlen lassen. Dann Aufstriche nach belieben auf den Tisch stellen und „The End of the F***ing World“ einschalten.

fertig …

English Scones Rezept