Ein Abend mit Fear the Walking Dead und infizierten Gehirn Muffins

Rezept: Infizierte Muffins mit Gehirn/Brain Topping. Der Binge-Watching Snack für Fear The Walking Dead

Hallo Fans der episodischen Unterhaltung,

eine weitere Serie bzw. Staffel kann ich von meiner persönlichen Watchlist abhaken. Fear the Walking Dead Staffel 3 ist Geschichte, aus und vorbei. Lange habe ich über den passenden Binge-Watching Snack nachgedacht. Irgendwann viel dann der Groschen und da Halloween vor der Tür steht, schlage ich mit dem Snack direkt zwei Fliegen mit einer Klatsche. Denn was passt besser zu einer Zombie-Serie und zu dem keltischen Fest, als Muffins mit Gehirn Topping 😉

Fear the Walking Dead läuft bereits seit 2015 auf Amazon Prime Video. Meine Kritiken zu Staffel 1 und 2 veröffentlichte ich damals noch auf meinem alten Blog. Ich habe mich deshalb schon gefragt, ob ich hier eine Kritik zu einer Serie veröffentlichen soll, die sich bereits in der dritten Staffel befindet. Aber zum einen kann zwischen den Staffeln die Qualität nachlassen oder auch überragend besser werden und zum anderen möchte ich hier ja Anregungen zum passenden Binge-Watching Snack geben. Und der passt zu jeder Staffel. Ob nun 1, 2 oder 3. Aber lasst und trotzdem einen kleinen Gesamtblick auf die Serie werfen und nicht nur Staffel 3 behandeln.

Es ist also wieder an der Zeit für einen neuen Couch-Potato Beitrag. In den folgenden Zeilen erfahrt Ihr meine Meinung zu „Fear the Walking Dead“ und das Rezept für den passenden Binge-Watching Snack.

Ein kleiner Rückblick …

Für alle, die „Fear the Walking Dead“ noch nicht gesehen haben, gebe ich einen kleinen Überblick. Fear the Walking Dead ist ein Prequel zu „The Walking Dead“. Die Vorgeschichte sozusagen. Die Story beginnt kurz nach dem Ausbruch der Seuche. Wir verfolgen in der Geschichte eine Patchworkfamilie samt drogenabhängigen Sohn, die von der immer größer werdenden Zombie-Welle von einem scheinbar sicheren Ort zum anderen gejagt wird. Der Sohn Nicholas Clark (Frank Dillane) ist es dabei, der in der allerersten Folge auf den allerersten Zombie trifft. Noch damit beschäftigt sich von seinem nächtlichen Drogen-Rausch zu erholen, muss er urplötzlich das Weite suchen. Dank des Militärs, die eine Art Sicherheitszone aufgebaut hat, sind die Clark’s fürs Erste in Sicherheit. Doch die großen Gefahren sind in dieser Konstellation nicht die Zombies, sondern Plünderer und machthaberische Soldaten. Die Familie flieht an die Küste und findet Unterschlupf bei Victor Strand (Colman Domingo). Auf dem Weg dorthin rettet die Patchworkfamilie noch gleich eine Familie aus El Salvador. Gemeinsam fliehen sie mit Victor’s Yacht aufs Meer.

Die Reise von einem Unterschlupf zum anderen hat begonnen und neben den Zombies, stellen sich der Gruppe auch immer wieder andere Überlebende in den Weg. Dazu führen persönliche Probleme innerhalb der Clark’s immer wieder zu Zwist und Spaltung der Gruppe. Doch Madison Clark (Kim Dickens) schafft es immer wieder die Gruppe zusammenzutrommeln. Am Ende von Staffel 2 müssen die Protagonisten wiedereinmal einen sicheren Ort aufgeben. Sie fliehen und machen sich auf die Suche nach dem vermissten Nick.

Abermals scheitert das friedliche zusammenleben!

Zu Beginn der dritten Staffel wird einmal mehr klar, dass die Zombies nicht das größte Problem darstellen. Viel mehr sind es die anderen Menschen, die das Überleben der Protagonisten gefährden. Troy Otto (Daniel Sharman) ist so ein Problem. Er führt an den Überlebenden tödliche Experimente durch und auch die Clark’s sehen dadurch ihren letzten Minuten entgegen. Doch nicht alle treten der Himmelspforte entgegen. Die Flucht gelingt und die Übrigen können sich auf eine Farm retten. Dort gibt es nicht nur Wasser und Lebensmittel, sondern auch eine voll funktionierende Gemeinschaft mit klassischen Hierarchien. Doch abermals scheitert das friedliche Zusammenleben und das, sind erneut nicht nur die Zombies schuld.

Es liegt in der Natur des Menschen …

Fear the Walking Dead ist im Grunde ein großer Roadtrip. Ein Roadtrip mit Höhen und Tiefen. Mit Freude und Trauer. Mit Triumphen und auch Niederlagen. Die Gruppe sieht sich einer völlig neuen Situation ausgesetzt und muss fortan Aufgaben bewältigen, von denen sie nicht mal wusste, dass es diese gibt. Immer auf der Suche nach Lebensmitteln, Wasser und vor allem Schutz sind es vorrangig nicht die Zombies, die an einer plötzlichen Flucht vom temporären Heim schuld sind. Es liegt in der Natur des Menschen, dass wenn die Welt in Trümmern liegt, eine neue Weltordnung geschaffen werden muss. Wer den neuen Gesetzten nicht standhält, muss gehen.

Viele können damit nichts anfangen! Mit dieser ständigen Aufbruchstimmung. Sie finden die Geschichte langweilig und verstehen nicht, warum man seine Sicherheit aufgibt. Dabei liegt die Schuld ja nicht unbedingt im Versagen der einzelnen Gruppenmitglieder. Es ist wie bei den Nomaden früher. Wenn die Vorräte zur Neige gingen oder es nicht mehr sicher war, zog man weiter. Bei „Fear the Walking Dead“ kommen halt noch unüberlegte Handlungen dazu. Dass alles führt zum Hin und Her, zum großen Roadtripp quer durch Amerika bis hin nach Mexiko.

Fear the Walking Dead ist dabei aber so viel mehr, also nur eine Reise von Ort zu Ort. Viel mehr, als nur ein Kampf gegen beißende Zombies und machthaberische Menschen. Die Protagonisten machen auch eine innere Reise durch. Ihre Persönlichkeit verändert sich. Sie müssen ihr bürgerliches Leben hinter sich lassen und all die Probleme, die innerhalb der Familie bestand haben, zurückstellen. Auch wenn diese von Zeit zu Zeit wieder ins Tageslicht rücken, gilt es in erster Linie, sich in der neuen Welt zurechtzufinden.

Aus Freunden werden Feinde und aus Feinden werden Freunde!

Besonders an „Fear the Walking Dead“ ist diese Mischung aus Momenten zum Durchatmen, in denen wir mehr über die Figuren, ihrer Geschichte und ihren Beweggründen erfahren und die Augenblicke, wo alles scheinbar den Bach runtergeht und die Geschichte nach einem großen Spannungsbogen im Cliffhanger endet. Die dritte Staffel bietet dabei die großartigsten dieser Momente. Dramaturgisch ist diese, die beste Staffel. Auch in Hinsicht auf Persönlichkeitsentwicklung der Protagonisten bietet die dritte Staffel den spannendsten Stoff. Aus Freunden werden Feinde und aus Feinden werden Freunde.

Erschaffen wurde „Fear the Walking Dead“ von Robert Kirkman und Dave Erickson. Kirkman ist gleichzeitig der Schöpfer der „The Walking Dead“ Comics. Wer hierzulande bei „Fear the Walking Dead“ stets auf dem Laufenden sein wollte, der musste immer auf den Montag warten. Denn in den USA wurde die dritte Staffel, so wie die Ersten beiden im wöchentlichen Rhythmus auf AMC ausgestrahlt. Darum konnte Amazon Prime Video die Staffel nicht in einem Schwung veröffentlichen. Mich persönlich erinnerte das an die gute alte Zeit, wo man zwischen den Folgen einer Serie 7 Tage warten musste und sich Abend gespannt vor dem Fernseher hockte. Aber Ihr, Ihr könnt jetzt alle Folgen am Stück streamen und das, kann ich Euch nur empfehlen. Eine vierte Staffel wurde bereits bestätigt. 2018 geht es also weiter und dieses mal, wird es sogar ein Crossover mit der Mutterserie „The Walking Dead“ geben.

Fazit:

Wenn ich die komplette Serie betrachte, kommt „Fear the Walking Dead“ sicherlich nicht mit einer innovativen Story daher. Umgesetzt haben die Macher die Geschichte aber grandios. Dazu gesellen sich großartige Schauspieler und ein wirklich erstklassiger Soundtrack. Wo sonst lauscht man einem alten The Doors Song, während die Welt scheinbar untergeht. Staffel 3 setzt da sogar noch einen obendrauf und verschärft die Dramaturgie. Dazu beweisen die Macher einmal mehr, dass sie genau wissen, was ein Spannungsbogen ist und wie man mit Cliffhangern den Zuschauer bei Laune hält.

Trailer:

Das Rezept für den Binge-Watching Snack:

Rezept: Infizierte Muffins mit Brain Topping.

  • Etwa 45 Minuten
  • Ergibt 12 Muffins
  • Etwas komplizierter
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Zutaten:

Für die Muffins:

  • 150 g Mehl
  • 125 g Zucker
  • 100 g Butter
  • 1/2 Pck. Backpulver
  • 1 Pck. Vanillin-Zucker
  • 15 g Kakao
  • Prise Salz
  • 1 Ei
  • 40 ml Milch
  • Muffinblech/Form für 12 Muffins
  • 12 Muffin Papierförmchen

Für das Topping

  • 200 g weiße Schokoladen Kuvertüre
  • 200 g Frischkäse
  • 25 g Puderzucker
  • Kirschsaft (ca. 8 – 10 Tl für das Creme-Topping/ca. 1 – 2 Tl für das Blut-Topping )
  • Rote und schwarze Lebensmittelfarbe (Dekoback Lebensmittelfarb-Pasten)

So geht’s:

  1. Als Erstes schalten wir den Backofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze ein und schieben das Backblech auf die mittlere Ebene. Wir stellen einen kleinen Topf bei leichter Hitze auf den Herd und geben die Butter hinein. Sobald die Butter zerlassen ist, stellen wir den Topf beiseite.
  2. In der Zwischenzeit kümmern wir uns um die trockenen Zutaten. Wir sieben wir das Mehl und den Kakao in eine Schüssel hinein und geben das Backpulver und eine Prise Salz dazu. Mit einem Löffel vermischen wir die Zutaten miteinander.
  3. Bevor es an die feuchten Zutaten geht, vermischen wir den Zucker mit dem Vanillin-Zucker. Dann nehmen wir uns einen Handmixer und eine zweite Schüssel. Wir schlagen das Ei auf, geben es in die Schüssel und verquirlen es mit der Milch. Dann lassen wir unser Zucker-Vanillin-Gemisch nach und nach einrieseln und geben zum Schluss die zerlassene Butter dazu. Wir mixen alles zu einer glatten Masse.
  4. Jetzt geben wir die feuchten zu den trockenen Zutaten. Wir rühren alles zusammen, bis ein glatter Teig entsteht und kein Mehl mehr zu sehen ist. Dabei empfehle ich einen Teigschaber zu verwenden. Bitte keinen Handmixer und auch nicht zu lange rühren. Sobald der Teig schön glatt ist, aufhören.
  5. Dann statten wir das Muffinblech mit Papierförmchen aus und verteilen den Teig. Das geht übrigens wunderbar mit einem Eisportionierer.
  6. Sind wir damit fertig, wandern unsere Muffins für 15 – 20 Minuten in den Backofen.
  7. Nach dem Backen lassen wir unsere Muffins gut auskühlen.
  8. Während unsere Muffins abkühlen, machen wir uns an das Creme-Topping. Dafür müssen wir erst einmal die weiße Schokoladen Kuvertüre zerlassen. Das geht am besten im Wasserbad. Die Kuvertüre ordentlich zerkleinern und in eine Tasse geben. Die Tasse stellen wir in einen Topf mit Wasser bei mittlerer Hitze auf den Herd. Unter gelegentlichem Rühren warten wir, bis die Kuvertüre flüssig ist. Dann lassen wir die Schokolade etwas abkühlen und vermischen sie anschließend mit dem Frischkäse.
  9. Für die Farbe geben wir etwa 8 – 10 Tl Kirschsaft zur Creme. Wir verrühren alles, bis der Kirschsaft die Creme leicht eingefärbt hat und unser Creme-Topping eine glatte Konsistenz hat. Anschließend füllen wir unser Topping in einen Spritzbeutel. Dabei lassen wir ein wenig für die Grundierung übrig . Dann geben wir den Spritzbeutel und die übrig gelassene Creme für etwa 30 Minuten in den Kühlschrank.
  10. Nach 30 Minuten holen wir die Creme aus dem Kühlschrank. Die übrig gelassene Creme verteilen wir als Grundierung auf unseren Muffins und streichen sie glatt. Mit der Creme aus dem Spritzbeutel formen wir auf unseren Muffins das Gehirn. Dafür zwei Linien in der Mitte formen und an den Seiten eng anliegende Schlangenlinien. Haben wir alle 12 Muffins fertig, wandern diese in den Kühlschrank.
  11. Jetzt kümmern wir uns um das Blut-Topping. Dafür verrühren wir 1 – 2 Tl Kirschsaft mit 25 g Puderzucker. Dann geben wir ein paar Kleckse der roten Lebensmittelfarbe dazu und rühren sie ordentlich unter. Mit der schwarzen Lebensmittelfarbe machen wir es genauso. Nur nutzen wir von der schwarzen Farbe sehr wenig. Wir wollen das rot nur ein wenig dunkler machen. Wir verrühren die Zutaten so lange, bis eine glatte leicht zähe Masse entsteht. Ist das Topping zu dick, geben wir mehr Kirschsaft dazu. Ist es zu dünn, geben wir mehr Puderzucker dazu.
  12. Danach holen wir die Muffins aus dem Kühlschrank und verteilen mithilfe eines Löffels, Zahnstochers oder Holzspießes das Blut-Topping auf den Muffins. Dann schalten wir „Fear the Walking Dead“ Staffel 3 ein und genießen unsere infizierten Gehirn Muffins.

fertig …

Rezept: Infizierte Muffins mit Gehirn Topping.
Rezept: Infizierte Muffins mit Brain Topping.

4 Leute schrieben was dazu:

    • Von Daniel am 09.11.2017

      Danke dir für das Lob. Das freut mich sehr 😉
      Also ich kann dir die Serie nur empfehlen.
      Viele Grüße …

      Antworten
  1. Von bknicole am 31.10.2017

    Also erstmal finde ich deinen Binge-Snack genial, der ist so richtig schön schaurig und sieht dazu noch verdammt lecker aus und passt natürlich perfekt zur Serie. Zu der möchte ich nun aber auch noch kommen, denn wie du weißt verfolge ich Fear the Walking Dead ja ebenfalls auf Amazon Prime. Für mich ist die dritte Staffel von der Handlung und Spannung, sowohl wie der Figurenentwicklung aber auch der Dialoge ebenfalls die stärkste. Von den ersten 1 1/2 Staffeln bin ich bekanntlich ja kein Fan, da ich in diesen eher genervt von den Figuren und ihrem Verhalten war und mir auch die Spannung fehlte, aber die Produzenten haben die Kritik ihrer Fans umgesetzt und damit nun auch die Mutterserie für mich überholt, denn Fear the Walking Dead bietet nun genau das, was ich bei The Walking Dead vermisse: Spannende Wendungen, eine interessante Storyline und Charakterentwicklung. Sie ist wesentlich frischer und aufregender, wobei die Mutterserie immerhin nun schon acht Staffeln auf dem Buckel hat und das merkt man einfach. Irgendwann geht das Neue dann verloren.

    Die größte Stärke in der dritten Staffel waren für mich definitiv die Ottos, allen voran Daniel Sharman. Der Darsteller ist mir zum ersten Mal in Teen Wolf begegnet, wo ich ihn schauspielerisch von verdammt gut fand, danach tauchte er als Hauptdarsteller bei The Originals auf, wo er den schweren Job hatte eine Figur zu spielen, die sonst von einem anderen Darsteller dargestellt wird und es somit nicht leicht hatte, aber auch da hat er sich gut geschlagen. In Fear the Walking Dead hat er mir aber bisher am besten gefallen, weil er Troy halt verdammt genial gespielt hat. Nun bin ich gespannt auf seine Leistung in „Die Medici – Herscher von Florenz“ (wobei ich das ja endlich auch mal auf dem deutschen Netflix sehen würde, ist ja immerhin eine Koproduktion des Anbieters). Überrascht war ich nur, wie schnell man sich von einigen Figuren getrennt hat, damit hatte ich stellenweise nicht gerechnet, aber gerade das macht so eine Serie ja auch aus und ist hier wichtig. Alicia hat für mich ja die beste Charakterentwicklung in der Staffel hingelegt und ist zu meinem absoluten Liebling geworden. Bin gespannt wie es hier weitergeht, denn ich denke sie überlebt den großen Cliffhanger. Genervt bin ich aber weiterhin von Maddison. Freue mich auf jeden Fall auf die vierte Staffel und sehe der äußerst positiv entgegen, genauso wie dem Crossover. Auch da kommt man ja den Fans entgegen, weil man das lange Zeit vehement ausgeschlossen hat, was ich ehrlich gesagt nie verstanden habe, denn sowas birgt sehr viel Potenzial.

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    • Von Daniel am 01.11.2017

      Danke erst mal für Dein Kommentar. Kann ich alles so unterschreiben, was das du schreibst. Wobei du echt mehr Background-Wissen hast als ich 🙂 Toll. Mein Lieblingscharakter ist bzw. war Nick. Wobei man sich da ja auch nicht so sicher sein kann. Ich bin auf jeden Fall auch sehr gespannt auf die 4. Staffel.

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